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23.11.18

Moderne Displays bereichern das Lernen

ein Bericht der Rheinischen Post

Die Fragen auf dem großen Display haben Schüler des 5. Jahrgangs an den mobilen Tafeln beantwortet. Kleingruppen präsentieren ihren Mitschülerinnen und -schülern die Ergebnisse.⇥RP-FOTOS (2): GABI LAUE

Ratheim In der Realschule Ratheim bereichern moderne Medien den Unterricht in allen Fächern. Jetzt sind vier 75-Zoll-Touchscreendisplays in Kombination mit einem flexiblen Tafelsystem im Einsatz. Schüler und Lehrer sind begeistert.

Von Gabi Laue

Dass Lehrer stundenlang Arbeitsblätter für ihre Schüler durch den Kopierer nudeln oder mit Fernsehtisch und Videogerät durch die Flure rollen, war gestern. Längst haben moderne Medien Einzug in die Schulen gehalten. Tafel, Kreide und Schwamm gibt es noch, aber auch hier entwickelt sich Neues. In vier Räumen der Realschule Ratheim haben 75-Zoll-Touchscreendisplays die große Tafel abgelöst. Daneben hängen an Wandschienen kleine flexible Tafeln, die Schüler abnehmen können, um an ihren Tischen darauf zu arbeiten. Schulleiter Sven Hagen hat eine Messeneuheit von der Bildungsmesse didacta Hannover an seine Schule geholt. Die Displays bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten und sind eingebettet in ein Medienkonzept.

 

Seit Jahren ist die Realschule bestrebt, zeitgemäßen Unterricht mit zeitgemäßen Medien zu begleiten. „Moderne Medien bereichern guten Unterricht und bereiten die Schülerinnen und Schüler auf eine digitale Gesellschaft mit allen Chancen und Risiken vor“, unterstreicht Schulleiter Sven Hagen. „Deshalb ist es wichtig, nicht nur tolles Material zu haben, sondern auch eine schlüssige Methodik.“ Ein Medienkonzept regelt an der Realschule Ratheim den Umgang mit Medien. Es beinhaltet Medienerziehung für die Jüngsten ebenso wie den Einsatz im Fachunterricht.[...]

Hagen gerät ins Schwärmen, wenn er die zusätzlichen Möglichkeiten der großen Displays aufzählt: Wie beim großen Fernseher gibt es ein Hintergrundbild, auf dem man eine zweite Ebene mit den Fingern einkreisen oder mit Pfeilen versehen kann. Die „digitale Tafel“ lässt sich von bis zu 20 Nutzern gleichzeitig beschreiben, für die „Kurzen“ lässt sie sich nach unten schieben. Sie „übersetzt“ die Handschrift des Lehrers in Druckschrift, die einmal erstellte Beschriftung lässt sich immer wieder aufrufen, und der Bildschirm zeigt Videos ebenso wie Schaubilder, Karten der Erdteile oder mathematische Aufgaben. Man kann sogar Noten malen und Klavier spielen auf einer virtuellen Tastatur.

 

Ein Gerät hat rund 6000 Euro gekostet, daher soll es möglichst sinnvoll und nutzbringend verwendet werden. Die Realschule wolle weg vom Frontalunterricht, sagt Hagen. „Wir wollen mehr Projektunterricht, kooperative Lernformen und Schüler-Aktivität.“ Aber: „Bei allem Spaß – gelernt werden muss trotzdem“, betont Sven Hagen. „Hier muss etwas erarbeitet werden, was am Ende des Unterrichts eingefordert wird. Und wenn das Display die Motivation der Schüler steigert, ist auch ein Zweck erreicht.“

Lehrer Anton Maier hat mit weiteren Kollegen die Software-Fortbildung absolviert. Er ist firm im Nutzen neuer Medien: „Vieles klappt intuitiv, wenn man Windows kennt. Mit dem Unterricht kommen Tag für Tag neue Funktionen dazu.“ In der Internetverbindung sieht Maier einen großen Vorteil. Die neuen Möglichkeiten nutzt er in der Medienerziehung, die Fünftklässler gerade in die Welt der sozialen Netzwerke einführt. YouTube, Instagram, Facebook, Twitter oder TikTok, das sind für die Kinder keine Fremdwörter. Sie finden es schön, „dass man schöne Erlebnisse teilen oder Herzchen geben“ kann. Aber sie lernen auch, wo sie aufpassen und sich schützen müssen. Für Sven Hagen ist es „Pflicht, in der Erziehung Kinder auf Gefahren im Netz hinzuweisen“.

Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/hueckelhoven/digitale-medien-an-der-realschule-ratheim-im-unterricht_aid-34604199 aufgerufen am 21.11.18

 

 

 

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